Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Thema: Gelebtes

    Schöne Momente über das Jahr

    gibt es zum Glück mehr als reichlich. Sie warten meistens jenseits der Tür. Manche direkt davor, andere auch mal weiter weg. Dann kostet es vielleicht ein klein wenig Mühe, sie zu finden. Aber sie sind immer da. Jeden Tag von früh bis spät, von Januar bis Dezember.



    Auch wenn man nicht alle einfangen kann, so ist es schade um jede ungenutzte Möglichkeit, denn jeder Tag geht am Abend zuende und kommt niemals wieder.



    Zum Glück können wir solche besonderen Momente noch einmal abrufen, wenn wir in unserem Gedächtnis und schönen Erinnerungen danach suchen. Natürlich auch in unseren Fotoalben. Auch dort bleiben sie fürs Leben gespeichert.



    Frühlingsgelb erstrahlt die Sonne
    von dem blauen Himmelsdach.
    Vögel zwitschern - welche Wonne,
    und der Krokus blüht am Bach.

    Schmetterlinge, noch ganz zaghaft,
    wagen ihren ersten Flug.
    "Überschätzt nicht eure Schwingkraft,
    bis zur Linde ist genug!"

    Keinem kann man es verdenken,
    Regsamkeit macht sich nun breit.
    Jeder möcht` sein Herz verschenken
    an die schöne Frühlingszeit.



    Im Frühlings ist es das erste zarte Grün, das uns jedes Jahr aufs neue ins Verzücken versetzt. Gärtner können es kaum erwarten, wieder in ihrem Refugium tätig zu sein.

    Im Sommer sind die Highlights für die meisten der Urlaub, schöne Stunden am See oder Meer.
    Für andere vielleicht Wanderungen im Wald oder in den Bergen. Oder die Reise in andere Länder.




    Auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, sollten wir uns davon nicht einschüchtern lassen. Es gibt doch soviele Möglichkeiten, dem Tag etwas Schönes abzugewinnen.



    Der Sommer, der sich abgekühlt
    und nicht mehr nach dem Süden schielt,
    gönnt sich und uns ne kleine Pause,
    stellt sich mal kurz unter die Brause,
    bis er erholt und aufgefrischt
    uns neu verwöhnt mit Sonnenlicht
    und sommerlichen Temperaturen.
    Drum nützt kein Klagen oder Murren.
    Den Faden ab beißt keine Maus,
    kommt, machen wir das Beste draus.



    Heiße Tage, wie in diesem Jahr, bringen die Menschen leicht zum Stöhnen. Es ist halt selten so, wie es alle möchten.

    Heiß ist der Sommer,
    vertrocknet die Erde.
    Ein Jeder hofft, dass
    es kühler nun werde.



    Die Blümchen verdursten,
    zu früh fällt das Laub,
    kein Wölkchen am Himmel
    und ringsum nur Staub.



    Den schwachen Moment
    dann tief in der Nacht,
    wenn auch die Sonne
    ganz kurz Pause macht,



    den nutzt ein Schelm,
    weise und schlau,
    betupft Wald und Wiese
    mit Morgentau.



    Ein zärtliches Zeichen,
    dass bald nichts mehr quält.
    Die glühenden Tage ...
    sie sind gezählt.



    Ja, so ist es. Dennoch warten andere schöne Momente auf uns, denn auch der Herbst hat so einiges zu bieten.
    Es ist an uns, sie einzufangen.




    Aber irgendwann geht auch ihm die Luft aus ...

    Ein Seufzen geht durch Wald und Flur,
    die Zeit des leisen Sterbens
    hat eingesetzt. Die Sonnenuhr
    verliert die ersten Scherben.

    Die Sommermelodie verstummt,
    verrauschende Akkorde.
    Ein letzter Ton noch in uns summt,
    der Wind spricht harte Worte.



    Schwermut liegt auf dem Abschiedsgang,
    die Wolken tragen Trauer.
    Gespenstisch klingt der Wehgesang
    im schalen Regenschauer.

    Mystische Strahlen, die im Wald
    durch Nebelbänke dringen,
    stimmen uns froh, weil wir schon bald
    die neuen Lieder singen.



    Lieder gibt es immer, welch ein Glück. Auch sie begleiten uns das ganze Jahr. Wie viele andere Dinge auch, die wir nicht missen möchten.

    Und so vergeht die Zeit meistens schneller, als uns lieb ist, bis eines Tages der Winter an die Tür klopft.

    Unverblümt
    liegt nun die Wiese,
    Schneekristalle zieren diese,
    und auf Bäumen, Hecken, Strauch
    klebt das Himmelspulver auch.

    Selbst auf Straßen, Wegen, Plätzen
    wird es weiß, und mit Entsetzen
    stellen wir die Einsicht fest:
    Vor uns liegt des Jahres Rest.

    Zeit, auch mal zu resümieren,
    was wird das Erinnern zieren,
    welcher Pferdefuß hindessen
    wird am besten schnell vergessen.

    Schöne Zeiten - schwere Zeiten,
    Glück und Leid uns stets begleiten.
    Hoffen wir vom Lauf der Welt,
    dass er stets die Waage hält.




    Und bald beginnt alles von vorn.

    Ein neues Jahr voller schöner Momente. Das wünsche ich Euch!





    (Das Copyright für alle Fotos und Gedichte liegt bei mir.)

    Waldameise 23.09.2015, 11.57 | (31/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ein kleines Lebenszeichen

    ... aus dem verschneiten Ameisenhügel.
    Er wirkt verlassen, aber das täuscht. Unter dem Hügel ist noch Leben, auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir wünschte, in den Winterschlaf zu sinken und erst wieder aufzuwachen, wenn der Kuckuck nach dem Frühling ruft.



    Ja, solche Tage meine ich. Könnt ihr euch noch daran erinnern?

    Stimmt schon, alles zu seiner Zeit. Aber manchmal fällt es schwer, auf die schönsten Tage im Jahr sooo lange warten zu müssen.
    Könnte der Winter nicht etwas kürzer und der Frühling etwas dauerhafter sein?



    Ich mag ja die vier Jahreszeiten, nur ist bei der Mengenverteilung etwas geschlampt worden.
    Naja, hätte der Frühling zuviel Spielraum abbekommen, würde ich sicher nicht meckern.
    Aber das ausgerechnet der Typ, der uns immer nur seine kalte Schulter zeigt, so lange aufs Spielfeld darf, ist unfair.



    Jaaa, wenn er seine guten Tage hat, kann er schon ganz nett sein. Das Blöde ist nur, dass die meistens gezählt sind. Oft ist er einfach nur düster und missmutig drauf. Kein Wunder, dass sich diese Eigenschaften dann auf so viele Menschen übertragen.



    Ganz fies finde ich es, wenn er seine Eispfeife raucht und rücksichtslos um sich nebelt, so dass Frau Sonne gar keine Chance mehr hat, uns mit ihrem Anblick zu erfreuen.

    Ich finde, das ist die gemeinste Art, seine Macht zu demonstrieren. Dinge, die ich einfach nicht begreife. Selbst einem Winter muss doch auffallen, dass seine Gaben viel schöner zur Geltung kommen, wenn sie von Frau Sonne bestrahlt werden ...



    ... und sei es auch nur ein letzter Strahl am Abend ...

    oder der erste am Morgen ...



    Ausgehungert

    Mit dem Nebel zog die Stille
    in den kahlen Winterwald.
    Niemand regt sich, nichts bewegt sich,
    alles schläft, denn es ist kalt.

    Nur ein Fuchs schleicht um die Tannen,
    hofft auf einen leckren Schmaus.
    Doch schon bald erkennt er mutlos:
    Damit sieht es düster aus.

    Und auch meine Seele hungert,
    sehnt sich sehr nach Waldesglück,
    kann`s wie der Fuchs kaum noch erwarten,
    dass der Frühling kommt zurück.

    (C) Waldameise

    Aber wir können es uns nicht aussuchen. Nicht bei den Jahreszeiten, nicht beim Wetter und bei unzählig vielen anderen Dingen genauso wenig.

    Wir können nur immer wieder versuchen, aus allem das Beste zu machen und vielleicht selbst mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für Gutes, Freundliches, Liebens- und Lebenswertes sorgen, für andere und uns selbst.



    Höhen und Tiefen, kalte und warme Tage, Frühling und Winter ...

    LEBEN!


    Waldameise 05.02.2015, 22.31 | (35/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Schöne Wälder

    gibt es fast überall. Kein Wunder also, dass auch eine Waldameise ab und an nach neuen interessanten Nadelhäufchen, Moosbetten und Tannenbaumbewohnern Ausschau hält.



    Auch in anderen Wäldern sammelt man Nadeln und begutachtet den Nachbarhaufen, um dann mit guten Ratschlägen für eine bessere Konstruktion zu helfen.
    Das macht natürlich Freude und man kann viel dabei lernen.




    Ups, wie komm ich denn jetzt hierher?
    Ach ja, auf den Sonnenblumenfeldern lässt sich ja auch immer so gut krabbeln.
    Aber ich schweife vom Thema ab ...




    Es ist so, dass mir das Fotografieren und Bearbeiten soviel Spaß macht, dass ich mich halt auch gern in sogenannten Foto-Wäldern herumtreibe. Einige sind mir ja schon dahin gefolgt.
    Ich brauch diesen Austausch, interessiere mich für Aufnahmen aus allen Wäldern der Welt
    ... und natür-lich auch drumherum. ;-)



    Deshalb kann ich leider nicht mehr so oft hier sein,
    denn auch der Tag einer Waldameise hat nur 24 Stunden.
    Aber ich denke, ihr wisst eh genau, wovon ich rede, geht es doch den meisten nicht anders.



    Dass mir hier dennoch so viele die Treue halten, freut mich natürlich sehr.
    Und genau deshalb will ich auch nicht ganz verschwinden.




    Wie dem auch sei, die Wanderzeit in diesem Jahr neigt sich nun eh dem Ende.
    Aber es bleiben wunderbare Erinnerungen.



    Einen Teil davon habe ich euch heute wieder mitgebracht.




    Vielleicht ein kleiner Trost dafür, dass ich nicht mehr so oft hier bin.



    Bleibt gesund, passt auf euch auf und genießt den Rest des Jahres,
    ob nun im Wald oder an welchem Ort auch immer ihr eure Seele baumeln lassen könnt.

    Ich wünsche euch alles Gute!


    Waldameise 31.10.2014, 00.00 | (38/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Dreizehn ... Vierzehn ...

    ... fünzehn ... und ihr Zwei da hinten ... achtzehn ... ja, du kommst natürlich auch mit ... zwanzig, einundzwanzig ... noch jemand?

    Alle da, die mit zum Blindsee wollten? Dann kann es ja losgehen ...



    So sieht unser Ziel aus, aber bis wir dorthin gelangen, müssen wir noch ein Stück durch die Wälder streifen.

    Aber keine Sorge, es ist ein schöner, bequemer Wanderweg ...



    ... mit vielen tollen Aussichten, eingebettet in eine wunderbare Landschaft ...



    ... neben lieblich glucksenden Gebirgsbächlein ...



    ... und tannenumsäumten Pfaden, auf denen es so still ist, dass man bei jedem Schritt das leise Seufzen der Kieselsteine wahrnehmen kann. Knirsch .. knartsch ... knirsch ... knurtsch ... knertsch ...



    Doch halt, was schimmert denn da so leuchtend blaugrün zwischen den Bäumen?

    Wie sagt die Stimme im Navi immer so schön ... "Sie nähern sich dem Ziel!"



    Genau. Nur noch wenige Schritte und wir haben unser Ziel erreicht. Wobei ich gern auch noch ein Weilchen an dieser Stelle verweilen möchte.

    Hier im schattigen Wald mit diesem grandiosen Ausblick.

    Wollen wir eine kleine Rast machen? Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich brauch jetzt dringend ein Schlückchen Wasser und ne Kleinigkeit zu futtern.



    Seht ihr, da unten, den einsamen Stehpaddler? Eigentlich dachte ich, ich hätte den Namen erfunden, aber diese Wassersportart heißt tatsächlich so. Ist sicher lustig, so stehpaddligen Fußes über das Wasser gleiten zu können.

    "Huhuuu, du da unten ... winkewinke!" Schade, er hört mich nicht ...



    Was für eine Farbe, gell? Hier fühlt man sich wahrlich wie im Paradies. Auch bei Tauchern ist der See sehr beliebt, was mich nicht verwundert.
    Nach einem Erdrutsch sind viele Bäume in den See gerutscht, was es jetzt besonders spannend macht für die Taucher.



    Schön ist es aber auch direkt am Ufer. Die Ruhe genießen, den Blick auf Wälder und Berge richten ... und einfach die Seele baumeln lassen.

    Habt ihr eure Badesachen dabei? Ja? Was hält euch dann noch zurück?

    Hinein in die smaragdgrünen Fluten ... der Kälteschock ist nur für einen kurzen Moment ... ;-)



    Schön, dass ihr wieder dabei wart. Vielleicht klappt es ja wieder mal so ... ich würde mich freuen!

    Leider muss ich die Kommentarfunktion rausnehmen ... sorry!

    Waldameise 25.09.2014, 19.39 | (26/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Glücksmomente



    gab es in diesem Sommer bisher reichlich für mich. Stille und weniger stille, sonnenstrahlend-blauhimmlische und ein paar schäuerliche waren auch dabei.



    Es gab zwei wunderschöne Kurzreisen mit dem Bus und dazwischen Ausflüge in der näheren Umgebung.



    Fotos davon gibt es auch in meinen anderen Blogs, denn der Ameisenhügel ist schon ins Unermessliche gewachsen in den vielen vielen Jahren, so dass ich fürchte, hier mehr und mehr abtragen zu müssen, damit wieder etwas reinpasst.



    Oder ich lasse ihn ruhen mit all den wertvollen Tannennadeln, die ihn stützen. Mal sehen.



    Bei allen Reisen und Ausflügen abseits der Heimat stelle ich immer wieder fest, wie glücklich ich doch bin, hier leben zu dürfen.



    So wunderschön, vielfältig, faszinierend und beeindruckend auch all diese herrlichen Gegenden sind, die ich kennenlernen durfte, möchte ich doch an keinem anderen Ort der Welt leben.



    So sehr ich all die neuen Bilder und Ansichten auch genieße und so gern ich mich von den unzähligen Eindrücken gefangen nehmen lasse, bin ich doch jedesmal wieder froh, wenn ich wieder Zuhause bin.



    Und ich bin glücklich, dass es so ist und dass ich so empfinde.



    Ich liebe sie ... die heimatlichen Wälder, Felder, Wiesen und Weiher ...



    Es gäbe noch so unendlich viel zu entdecken und kennenzuleren, selbst im eigenen Land kenne ich noch so wenig, aber die Möglichkeiten sind nunmal begrenzt.



    Deshalb ist es so wichtig, mit allen Sinnen das wahrzunehmen, was sich uns bietet.



    Die Tafel ist doch überall reichlich gedeckt, man muss sich nur an den Tisch setzen und Zeit nehmen, von den Köstlichkeiten zu probieren.



    Eine Kostprobe von meiner sommerlichen Tafel habe ich euch heute mitgebracht. Bon Appetit!


    Waldameise 27.07.2014, 19.14 | (33/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Augenblick mal

    möchte ich zu jedem sagen, der mit saurer Miene durch die Gegend läuft. Ich weiss, das Leben ist kein Ponyhof und selten wird jemand von unliebsamen Überraschungen oder gar schweren Schicksalsschlägen verschont. Aber es gibt auch die echten Griesgräme, die oft gar nicht wissen, warum sie jetzt dies und jenes doof finden ... und überhaupt. Denen würde ich zu gern mal Augen und Herz öffnen, damit sie nicht permanent all die Dinge und kleinen Wunder übersehen, von denen sie umgeben sind. Ich wette, so mancher, der meint, er habe keine Antenne für Blumen, Bäume, Viecher und all so "Zeugs", hat nur nie richtig nachgesehen ... da draußen und in seiner Seele.



    Vielleicht hat es ihm auch niemand gezeigt oder er wurde nie an Orte geführt, in denen es all die Wunder zu entdecken gibt. Er meint vielleicht sogar, sie lägen im Verborgenen. Das scheint aber nur so, denn sieht man einmal genauer hin, wird man erkennen, wie sehr sich die Blümchen danach sehnen, beachtet zu werden, wie sie sich Richtung Licht strecken und mit ihren kleinen bunten Köpfen nicken, wenn man an ihnen vorbeigeht.



    Ein paar von diesen kleinen Wundern habe ich euch wieder mitgebracht. Nein, die Wanderschuhe braucht ihr dieses Mal nicht. Es genügt, die Bilder einfach auf euch wirken zu lassen.
    All diese Momente waren wieder so wunderbar und etwas ganz Besonderes für mich.
    Jeder einzelne.
    Aber leider sind sie auch vergänglich, weshalb ich auch so froh und dankbar bin, mich durch die Fotos an sie erinnern zu können. Und vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, wie es war ... und könnt die Hummelchen und Bienen summen und die Lerche hoch oben im blauen Himmel singen hören. Denn genau so war es.



    Alles blüht dieses Jahr besonders üppig. Wiesen, Sträucher, Bäume ... es ist herrlich.
    Deshalb bin ich jetzt auch ganz still und lass euch allein mit diesen Momenten. Dann klappt es vielleicht auch besser mit dem Hineinfühlen.

    Oder ihr zieht doch eure Wanderschuhe an und macht euch selbst auf die Suche nach den kleinen Wundern des Lebens. Vielleicht gewinnt ja der eine oder andere Griesgram sein Lächeln zurück. Viel Glück ... natürlich auch allen Nichtgriesgrämern ... ;-)



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    Eine schöne, unbeschwerte Sommerzeit

    wünscht euch

    eure Waldameise!


    Waldameise 07.06.2014, 21.25 | (38/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    An einem kalten frühen Morgen

    war ich noch nie im Großen Lautertal. Im Frühling bin ich gern dort, selten im Sommer, dafür aber im Winter und vergangenes Jahr auch an einem schönen Herbsttag, aber noch nie an einem kalten Vorfrühlingsmorgen ...



    Wunderbar ... diese Stille. Ganz langsam schiebt sich die Sonne hinter dem Berg in den Tag.
    Und doch kann man sie nur ahnen an diesem kalten Morgen, denn der Frühnebel hat sich wie ein Schleier über das Tal gelegt ...



    Welche Aussicht sich eigentlich von dort bietet, könnt ihr gern noch einmal nachsehen, wenn ihr den Link (vom schönen Herbsttag) anklickt.



    Das Schöne in den kargen Monaten ist, dass sich ganz neue Blickwinkel auftun und uns Aussichten und Ansichten bieten, die sonst durch dichtes Blätterdickicht verborgen bleiben.



    Ich liebe es, an solchen Orten zu sein, an denen es an warmen sonnigen Sonn- und Feiertagen nur so von Besuchern wimmelt. Ich suche mir nach Möglichkeit immer die Zeiten aus, in denen diese Orte verlassen liegen. So kann ich mich in die Vergangenheit hineindenken und die Natur mit all meinen Sinnen genießen.



    Für alle, die Links nicht so gern anklicken, habe ich mal einen kleinen Vergleich ...



    Jede Jahreszeit hat ihren Zauber, wie man hier wunderbar sehen kann.



    Eigentlich bedarf es gar keiner Worte. Die Bilder sprechen für sich. Lasst sie einfach auf euch wirken ...



    An einem Hang unweit der Ruine blühen die wunderschönen und unter Naturschutz stehenden Kuhschellen.
    Keine Sorge, ich habe diese Wiese nicht betreten und nur vom Wegrand aus Aufnahmen gemacht, auch wenn es etwas mühsam war.



    Die kleine Welt am Wegesrand liegt mir eh besonders am Herzen. Auf den ersten Blick unscheinbar, kann man bei näherer Betrachtung lauter kleine Kunstwerke der Natur entdecken ...



    Erkennt ihr, was das hier ist?



    Ups, jetzt hab ich euch schon wieder so lange in "meine kleine Welt" entführt. Ich vergesse mich da leicht ... und alles um mich herum mit. Aber vielleicht lasst ihr euch ja gerne von mir entführen.
    Dann gern bis zum nächsten Mal ...



    Alles Liebe für euch und einen wunderschönen Frühling ... wünscht euch eure Waldameise.

    Waldameise 26.03.2014, 17.52 | (36/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Herbstgrüße

    bläst uns der Wind grad um die Ohren. Noch gestern roch es nach Frühling und andernorts ist tiefster Winter. Was fehlt ... ach ja, der Sommer. Aber es würde mich nicht wundern, wenn auch er plötzlich ein Gastspiel gibt.



    Dieser Schnee von gestern vom Vormittag des 2. Advents war der einzige bisher, der hier in der Nähe gefallen und für ein paar "Stunden" liegen geblieben war in diesem Winter. Bis auf ein paar spontane Schäuerchen auf der Alb.
    Selbst der blaue Himmel und Sonnenschein zählt zu den ganz seltenen Momenten. An komplette Sonnentage kann ich mich nicht erinnern. Wie auch schon im vergangenen Winter.
    Ich gebe zu, es kostet schon viel Kraft und Schokolade, einigermaßen schadlos durch diese Zeit zu kommen. Leicht ist es nicht, vorallem nicht für die Seele.



    In Erinnerungen zu schwelgen und Frühlings- und Sommerfotos anzuschauen, ist auch nicht immer der wahre Trost.
    So bleibt uns nur, auch bei Wind und Wetter hinaus zu gehen und die wenigen schönen Momente zu nutzen.



    An einem Nebeltag hat der Besuch einer alten Ruine durchaus was reizvolles. (Man sollte nur nicht unbedingt seine "guten" Schuhe anziehen.)

    Im kalten Wind, der mit dem Nebel durch und um die alten Gemäuer zieht, meint man, das Weinen und Lachen der Ahnen zu hören. Der kalte Schauer, der uns dabei über den Rücken huscht, muss also nicht unbedingt dem kühlen Wind zuzuschreiben sein ... ;-)



    Wer wohl schon alles durch dieses Tor gegangen sein mag? Unzählige Menschen.
    Und jeder hatte oder hat sein eigenes Schicksal ... ein Leben.

    Ich liebe die geheimnisvolle Stimmung an solchen Plätzen. Die kahlen Bäume geben Ansichten frei, die einem sonst verschlossen bleiben. Vielleicht ist es nicht so idyllisch wie im Frühling, dafür irgendwie nachdenklich stimmend und Ruhe verströmend. Ich genieße das sehr.



    Und ich mag die dort aufkommenden Gedanken an längst vergangene Zeiten und all die Märchen und Sagen, die sich darum ranken. Sicher gibt es dort auch ein paar tote Seelen, die keine Ruhe finden ...

    Jeder dieser Orte hat seine eigene interessante Geschichte. Meistens kann man sie auf Schautafeln nachlesen. Es sei denn, man hat sich schon vorher darüber informiert.



    Diese Ruine ist die von Hohengerhausen, auch Rusenschloss genannt. Wen Daten dazu interessieren, kann diese gern HIER nachlesen.



    Dennoch hoffe ich sehr, dass uns bei der nächsten Wanderung mal wieder die liebe Sonne auf den Weg leuchtet ... und dass dies nicht erst im Mai sein wird, wie bei diesem Foto. Es entstand übrigens genau gegenüber der Ruine im Abendlicht ...




    Viele liebe Grüße von eurer Waldameise.




    Von dieser Stelle aus hat man eigentlich einen wunderbarer Ausblick ins Blautal ...

    Waldameise 07.02.2014, 20.41 | (34/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Feuchtgebiete

    Was tun an einem nebelverhangenem, kalten Sonntag im Winter, der keiner ist?
    Gemütlich auf dem Sofa kuscheln oder warm anziehen und das Weite suchen?

    Wetten, ihr kennt die Antwort. Also schnell, zieht euch was über und dann schauen wir mal, was wir aus dem Tag noch rausholen können.
    Einen Plan hab ich heute nicht ... einfach los Richtung Alb. Einfach mal ins Blaue Graue fahren und Halt machen, wo es uns gefällt.
    Die Gegend von Bad Urach hat mir schon immer gefallen. Hier suchen wir uns ein Ziel ...
    und bald schon ist es gefunden: Das Kaltental ... wie passend!



    Zur Begrüßung zwinkert sogar die Sonne durch die Nebelschwaden. Leider nur für einen kurzem Moment ...



    Wunderbare hohe Bäume gibt es hier zu sehen. Wie ich das liebe. Fein haben sie sich gemacht. Viele tragen ihre grünen Moosstrümpfe und wunderschönen immergrünen Efeurankenschmuck um ihren langen Hals. So sieht man auch im Winter hübsch aus.



    Geheimnisvoll zeigt sich der Weiher an diesem lautlosen Tag. Nur der Ruf der Blässhühner durchdringt die delphische Stimmung an diesem Ort.

    Man kann es sich hier kaum vorstellen, dass nur weniger Meter entfernt Tausende Menschen leben. Als wär man plötzlich in einer anderen Welt.

    Es ist magisch und schön. Die Seele öffnet weit ihre Fenster und atmet tief ein.



    Kommt, setzen wir uns ein wenig auf die Bank und lauschen der Stille und den sanften Geräuschen der Natur. Dem Rascheln im Unterholz, wenn ein Mäuschen durchs Laub huscht, oder dem Klopfen eines Spechtes irgendwo im nahegelenen Wald.
    Leises Knacken, Rascheln und Plätschern ... eine Wohltat für die überreizten Ohren.



    Ich könnte hier ewig sitzen und den Blässhühnern zusehen, wie sie im Weiher ihre Bahnen ziehen.
    Aber bald schon wird die Dämmerung einsetzen. Deshalb sollten wir uns langsam auf den Rückweg machen.



    Noch einmal schimmert ein Sonnenstrahl durch die Bäume. Fast ist mir, als höre ich sie seufzen ...



    Aber gleich darauf verstärkt sich der Nebel wieder und raubt der eh schon schwächlichen Sonne die Sicht. Mehr wird sie heute nicht erreichen, ihre Kraft ist am Ende.

    Schön fand ich diese Stelle, an der sowohl Weg als auch Bächlein so wunderbar die Kurve kriegen.

    Am Ende unseres Weges treffen wir noch auf dieses bezaubernde kleine Häuschen.



    Wie ich gelesen habe, wurde es von einem Uracher Forstmeister bereits 1864 errichtet.

    Ist es nicht wie aus einem Märchen entsprungen? Überhaupt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, bei der nächsten Weggabelung auf Rotkäppchen und den Wolf zu treffen.

    Und wer weiß ... ?



    Damit geht unsere Wanderung im Kaltental - übrigens eine Kernzone des Biosphärengebietes Schwäbische Alb - zuende.

    Nun könnt ihr euch gemütlich auf euer Sofa kuscheln, die Füße hochlegen und von der nächsten Wanderung träumen.

    Bis bald also ... eure Waldameise.

    Waldameise 25.01.2014, 21.20 | (35/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sauseschritt

    Puuuh, das neue Jahr legt schon wieder ein Tempo vor, dass mir ganz schwindlig wird.
    Ein Leben im Zeitraffertempo. Empfindet ihr das auch so? Manchmal schon, gell?



    Aber was können wir dagegen tun? Tipps und Ratschläge sind schnell gefunden, aber sie umzusetzen, ist echt nicht so einfach. Es gibt viel zu viele Möglichkeiten, dieses Empfinden eher noch zu verstärken, und vielleicht zu wenige, dem entgegenzusteuern.

    Manchmal liegt es aber nur an uns selbst. Genau dann nämlich, wenn wir uns selbst zuviel "aufbürden", ohne dass wir es merken. Zumindest nicht gleich. Aber irgendwann sprechen die Signale unseres Körpers eine deutliche Sprache. Soweit sollte es jedoch nicht kommen.



    Aber bevor ich hier eure kostbare Zeit mir Standardspruchanmerkungen vollpfropfe und genau das tue, was man vermeiden sollte, nehme ich euch lieber wieder mit auf einen kleinen Ausflug, wenn ihr mögt.

    Bleibt doch mal für einen Moment stehen ... atmet tief durch ... haltet inne ... schaut einmal genauer hin ... lasst jedes Detail auf euch wirken und genießt all die Wunder der Natur, denn dafür habt ihr eure Sinne! Nehmt euch die Zeit dafür, es lohnt sich bestimmt!

    Ja, einfach mal aussteigen und den Schnellzug weiterfahren lassen. Der nächste kommt früh genug.



    Es stimmt, das Wetter ist nicht so schön, wie an den wenigen Stunden im Dezember, von denen ich euch im letzten Eintrag erzählt habe. Über eure freundlichen Kommentare habe ich mich so sehr gefreut, dass es vor dem Ausflug nach Blaubeuren einen kleinen Nachschlag gibt.

    Auf dem oberen Foto habe ich die Morgentstimmung eingefangen, obwohl es eher nach Abend anmutet, wie ich finde. Auch bei dem unteren Foto könnte ich nicht mit Bestimmtheit sagen, zu welcher Tageszeit es aufgenommen wurde, wenn ich es nicht selbst wüsste.



    Ist es nicht schön, wie sich die Spuren des nächtlichen Schneefalls an den Zweigen festkrallen? Dazu der Blick über den bepuderten Acker und die Wälder, stimmungsvoll verzaubert vom schwachen Schimmer der Morgensonne, die sich durch den Eisnebel drängt. Welch kostbare Momente.

    Aber ich finde, ein Ausflug auf die Alb lohnt sich bei jedem Wetter. Also auch an solchen Tagen ...



    Ui, welch Kontrast. Hihi, natürlich hab ich das Foto noch ein wenig zusätzlich dramatisiert. Aber es kommt doch gut, gell? Ich benutze diesen Art-Filter eigentlich nicht so gern, aber ab und an passt es einfach, wie bei dieser Szene.
    Ich mag diesen Straßenabschnitt, der mich an eine Achterbahnfahrt erinnert.



    Schön waren aber auch die Stunden in Blaubeuren. Viele nutzten den Sonntag für einen Ausflug. Nach den Feiertagen hatten wohl einige das Bedürfnis, ihre Füße zu vertreten. Mir hat es auch gut getan. Mal ganz davon abgesehen, dass ich diesen schönen Ort sehr mag.
    Schon immer, wenn ich ihn besucht habe, hatte ich das Gefühl, mir auch hier ein Leben gut vorstellen zu können.



    Ich mag die kleinen schmalen Gassen mit ihren geheimnisvollen Ecken und Winkeln und den alten Fachwerkhäusern, die Blau mit ihrem Topf, das schöne alte Kloster mit seiner einladenden Anlage und die wunderbare Landschaft, von der dieser schöne Ort umgeben ist. Hier kann die Seele auftanken. Spazierwege gibt es in alle Richtungen. Ich hab ja schön öfter darüber berichtet.



    Das Bäumchen war noch voller Äpfel und seine Zweige überall bemoost. Es hat sicher schon einige Jahre auf dem Buckel den Ästen. Mich können solche alten Gewüchse total begeistern. Überhaupt mag ich alte Häuschen, Gärten und Bäume über alles.



    Zwei Fotos von dem historischen Hammerwerk, das durch das Quellwasser des Blautopfes angetrieben wird, habe ich euch auch mitgebracht.



    Ich mag die Perspektive zwischen den zwei efeuumrankten Bäumen. Und natürlich die Spiegelung.



    An dieser Stelle möchte ich euch für die vielen lieben Grüße, Wünsche und Gedanken zum neuen Jahr danken und auch euch noch einmal von Herzen alles Gute wünschen.



    Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch in diesem Jahr bei meinen Wanderungen und Ausflügen begleitet, die mir hoffentlich vergönnt sind.

    Wie ihr schon gemerkt habt, bin ich nicht mehr so oft hier in meinem Ameisenbau, dafür sind meine Einträge "etwas" umfangreicher.



    In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Jahr

    und immer ausreichend Zeit

    für die kleinen Wunder und stillen Momente ...

    eure Waldameise.


    Waldameise 09.01.2014, 21.09 | (42/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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